see U no. 1

Eine Tanzinstallation für 3 Tanzende

von Ilona Pászthy

Teil 3 der Trilogie über KommunikationNo. 1 der Reihe „Privates wird öffentlich, Öffentliches wird privat“

Drei Tänzer - drei Räume - drei Performances Kameras, Monitore, Projektionen, Lautsprecher.Dazwischen das Publikum. Der Zuschauer wird zum Beobachter, Mitwisser, Voyeur und selbst zum Beobachteten .Privates wird öffentlich, Öffentliches wird privat.

Die Tanzinstallation I see U no. 1 schickt das Publikum auf eine Reise über Beziehungen und Einsamkeit, Kommunikation und Überwachung. Kameras, Tonbandgeräte, Lautsprecher, Videoprojektoren und Monitore erschaffen den virtuellen Raum in dem sich die Tanzenden, aber auch das Publikum begegnen.

Sie nehmen Kontakt auf, verwandeln sich, beobachten sich, begegnen Bildern und Visionen. Doch wann verlieren sie die Kontrolle über das gezeigte, wann wird jeder Moment öffentlich, wann überschreiten sie die Schwelle von Darstellung zu Überwachung? Auf seinem Weg durch die Installation wird der Zuschauer immer mehr Teil der Performance und der Spannung zwischen Darstellung und Betrachtung, Überwachung und Voyeurismus.

Pressestimmen

„...Für den französischen Philosophen Michel Foucault spielt sich die Erosion des Lebens in heterogenen Räumen ab. Ilona Pászthy schafft solch heterogene Räume, in denen Leben sichtbar erodiert und sich Hoffnungen auflösen. Ihre Inszenierung zeigt, dass der Tanz den Raum als eindimensionale Bühne längst verlassen hat. Mittels eines medialen Großaufgebots von Kameras, Tonbandgeräten, Lautsprechern, Projektoren und Monitoren geht Pászthy über die Grenzsetzungen der traditionellen Bühnenästhetik weit hinaus. Damit greift sie auch massiv in die Wahrnehmungswelt der Zuschauer ein. Der oktroyierte Rollenwechsel wandelt ihn vom passiven Beobachter zum aktiven Voyeur. Selten hat eine Inszenierung so unauffällig wie nachhaltig den Blick des Zuschauers verändert. In unserer medial überfrachteten Welt auch ein Hinweis zum nachdenklichen Innehalten.“ (Klaus Keil, Kölner Rundschau, 13.10.2009)

„...Ilona Pászthy stellt in dieser Arbeit die Frage nach dem privaten Raum. Wo fängt Öffentlichkeit an? Wo hört Privates auf? Auch wenn der Fokus auf der technischen Umsetzung liegt und der Tanz fast etwas in den Hintergrund rückt, ist Konzept herausragend. Die sukzessive Verbindung der einzelnen Räume und die geschickte Kombination der Videobilder machen aus „I see U No. 1“, dem ersten Teil der Reihe „I see U“ einen gelungenen und avangardistischen Tanzabend.“ (Henriette Westphal, AKT 7 / Nov. 2009)

 

Wir danken den Förderern: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerpräsidenten des Landes NRW, Kunststiftung NRW, SK Stiftung Köln 
In Kooperation mit: Schloss Bröllin, DanceDigital Essex, Barnes Crossing, Fabrik Heeder Krefeld

Unterstützt durch das Sommerprogramm des tanzhaus nrw

 

 

 

Choreographie/Konzept/Regie Ilona Pászthy

Tanz Raisa Kröger, Paula Scherf, Philipp van der Heijden

Videoinstallation André Lehnert

Kamera Guillermo Tellechea

Musik Marcus Greiner

Bühnenbild MiegL

Licht Wolfgang Wehlau

Dramaturgie Alexandra Dederichs

PR/Organisation Kerstin Rosemann