Solostücke

Gruppenstücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...No.5“
Teil V der Pentalogie

Nominiert für den Kölner Tanztheaterpreis 2005

der SK-Stiftung Kultur

Verduften, wittern, inhalieren, stinken, parfümieren, odorophil, Duftgedächtnis, Duftmarken, odorophoben, Duftnoten, Raumduft, Geruchsneutralisation, blumig. würzig, harzig, brenzlig, fruchtig...

Der Geruchssinn hat viele Funktionen. Ursprünglich in erster Linie nötig zum Auffinden von Nahrung, von Geschlechtspartnern, zur Orientierung oder zur Witterung von Gefahr ist er der Sinn, der am unmittelbarsten Bilder von
Vergangenem evoziert. In der heutigen Welt kommen noch marktwirtschaftliche Aspekte dazu: Gerüche werden designed, manipuliert und an Lifestyle gekoppelt.
Mittels Bühnenobjekten, Licht und Video entstehen unterschiedliche Räume auf der Bühne, collagenhafte Szenen greifen ineinander, beeinflussen einander oder bestehen parallel. Wie in einem Reagenzglas werden die Reaktionen beim Aufeinandertreffen verschiedener Elemente gezeigt: ätherische Soli wechseln mit animalischen Duetten und sehr bewegten Gruppensequenzen.
In der Spannung zwischen unterschiedlichen Wirklichkeitsgraden, im Spiel mit Sinnestäuschungen wird der Zuschauer entführt in eine Welt der Gerüche. Es ist eine Welt, die gleichzeitig spielerisch ihre eigene Demontage und Enthüllung betreibt in der Schwebe zwischen Sinnlichkeit und Rationalität.

„Normalerweise esse ich keine Hühnchen ,aber es roch so lecker“, erzählt die Tänzerin. Und:“ Wussten Sie, dass jeder Mensch hinter dem Ohrläppchen anders riecht?“ Ihre Augen fixieren den Zuschauer. Fest und ruhig, als ob nichts wäre. Als ob nicht der Kollege wie ein Schimpanse an ihrem Körper klammern würde. Allzeit bereit zum Schnuppern, Testen, Knabbern. Begierig, animalisch benimmt sich er Kerl. Und sie doziert einfach weiter...(KSTA, Simone Thielmann)

Die Produktion wurde gefördert von der Kunststiftung NRW, SK Stiftung Köln, Ministerium für Städtebau und Wohnen, Sport und Kultur des Landes NRW, Kulturamt Köln, Fonds Darstellende Künste, Firmenich sowie den Kooperationspartnern Brotfabrik Bonn und Kulturbüro Krefeld

Uraufführung am 21. September 2005, Studiobühne Köln
Weitere Vorstellungen in Krefeld

       

 

 

 

Choreografie:

Ilona Pászthy
Dramaturgische Beratung:
Sabina Stücker
Tanz:

Julia Eisele, Ute Pliestermann, Carlos Martinez Paz, Fornier Ortiz
Musik:

Achim Tang
Video:

Tom Meyer
Bühnenbild:

MiegL
Lichtdesign: Reinhard Hubert
Kostüme:

Margit Koch
Produktionsleitung:
Esther von der Fuhr, Ilona Pászthy
Organisation, Pressearbeit:
Esther von der Fuhr
Grafik:

Volker Selzner
Fotos:

Wiebke Rompel, Ilona Pászthy